Wann ist eine rechtliche Betreuung notwendig?

Eine rechtliche Betreuung ist nicht notwendig, wenn die betroffene Person eine (Vorsorge-) Vollmacht erstellt hat.

Voraussetzung ist in allen Fällen, dass die betroffene Person nicht mehr in der Lage ist, ihre rechtlichen Angelegenheiten ohne Unterstützung zu regeln (z.B. Überweisungen vorzunehmen, Anträge zu stellen, behördlichen Schreiben zu verstehen und zu bearbeiten, gesundheitliche Entscheidungen zu treffen, auf Vermieterschreiben zu reagieren oder vieles andere mehr).

Eine Betreuung wird angeordnet, wenn die betroffene Person infolge einer körperlichen, seelischen oder geistigen Erkrankung nicht in der Lage ist, ihre Angelegenheiten selbst zu besorgen (siehe §1896 BGB).

Erkrankungen, die einer rechtlichen Betreuung zugrunde liegen, sind zum Beispiel Demenzerkrankungen, Psychosen (Schizophrenie, Manie, Depressionen), Suchtkrankheiten.

Eine Betreuung kann auch aufgrund einer geistigen Behinderung angeordnet werden.

Zudem ist es möglich, dass eine körperlich stark eingeschränkte Person eine Betreuung für sich beantragt.