Was kostet eine rechtliche Betreuung?

Ist die betreute Person mittellos, werden alle Kosten (Betreuer:innenvergütung, Gerichtskosten) von der Staatskasse gezahlt.

Mittellos ist, wessen verfügbares Vermögen nicht über 5000 Euro bzw. wessen monatliches Einkommen unter dem doppelten Eckregelsatz in der Grundsicherung zzgl. Wohnkosten liegt.  

Wer nicht mittellos ist, trägt die Kosten der Betreuung selbst.

Die Kosten der Betreuung werden nach dem Gesetz pauschal festgesetzt. Bei einer ehrenamtlichen Betreuung setzen sich die jährlichen Kosten aus der Aufwandsentschädigung für die Betreuer:innen in Höhe von 400 Euro, den Gerichtskosten und gegebenenfalls den Gutachterkosten zusammen. Berufliche Betreuer:innen erhalten keine Aufwandsentschädigung, sondern eine Vergütung. Die Vergütung ist von vielen Faktoren abhängig und kann derzeit zwischen jährlich 936 Euro und 4068Euro liegen.

Ab 01.01.2023 ändern sich ggf. die Vermögensfreigrenzen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB). Dann ist die Mittellosigkeit ggf. bereits bei höheren Sparbeträgen z.B. 10.000 Euro gegeben.

Es wird ab 01.01.2023 aber auf jeden Fall nur noch auf das Vermögen geschaut. Die Höhe der Einkünfte ist dann egal.